23. Juni 2018

„Magic Cleaning“ – Aufräumen mit der Konmari Methode

Mit der Konmari Methode gehört das Chaos im Kleiderschrank bald der Vergangenheit an.
Mit der Konmari Methode gehört das Chaos im Kleiderschrank bald der Vergangenheit an.

Konsumieren ist heute eine Freizeitbeschäftigung, die vielen Outlet Centern und Verkaufsoffenen Sonntagen zu ihrer Daseinsberechtigung verhilft. Aber benötigt man das im „Sale“ erstandene Kleidungstück wirklich? Die Anschaffung der zwölften weißen Bluse oder dem fünften Paar Sandalen als Ausdruck des modernen Lebensstils verschafft meist nur ein kurzes Glücksgefühl. Die anschließende Ernüchterung erfolgt dann wie so oft vor dem überfüllten Kleiderschrank. Abhilfe verspricht die Konmari Methode.

Wie viele Dinge braucht der Mensch?

Alternativen zum konsumorientierten Lebensstil hinterfragen die Notwendigkeit der Einkäufe und beschäftigen sich mit den Vorteilen des Verzichts. So schuf die amerikanische Modedesignerin Donna Karan bereits in den achtziger Jahren eine Grundgarderobe, die mit ihren „Seven Easy Pieces“ viele Kombinationsmöglichkeiten ermöglichte. Auf der Suche nach Erkenntnissen zum eigenen Konsumverhalten trug die Journalistin Meike Winnemuth ein herausforderndes Jahr durchgehend dasselbe blaue Kleid. Ratgeber zum Aufbau der sogenannten „CapsuleWardrobe“ dominieren heute viele Styling- und Modeblogs.

Verzicht entrümpelt aber nicht nur die Seele und schafft Ordnung im Innenleben, sondern bietet auch die Chance zur Abkehr von der billigen Massenware. Ausbeuterische Arbeitsbedingungen, Umweltvergiftung und Pestizideinsatz sind der Preis für billige Wegwerfkleidung und stehen als Argumente für einen bewussten Konsumverzicht.

Die Konmari Methode

Wie man mit seinen Besitztümern derweil umgehen kann, zeigt die aktuell angesagte japanische Ordnungsberaterin und Bestsellerautorin Marie Kondo. Ihre Philosophie des Aufräumens umfasst einen radikalen aber auch respektvollen Umgang mit den Habseligkeiten und ihren Hintergrundgeschichten. Dabei konzentriert man sich auf einen Bereich in der Wohnung, wie z.B. den Kleiderschrank und räumt diesen völlig leer. Beim anschließenden Aussortieren fragt man sich bei jedem Gegenstand nach dem emotionalen Bezug, sortiert dann aus oder weist den Lieblingstücken einen dauerhaften Platz zu.

Der Selbstversuch

Die übrig gebliebene Kleidung wird nun nach einem bestimmten System gefaltet und dann hochkant in kleinen Kästen verstaut. Der Vorteil dieser Einsortierung ist ein besserer Überblick sowie Platzgewinn im Schrank. Anleitungen dazu findet man bei Youtube oder vielzähligen Interior Blogs. Benutzt wird jetzt nun nicht mehr das oben liegende Kleidungsstück, sondern der Blick über die bereits vorhandenen Dinge im Schrank schärft das Bewusstsein für die Notwendigkeit weiterer Lust- oder Frustkäufe. Inwieweit die Ordnung dann über die Zeit beibehalten wird, ist vermutlich eine Frage der eigenen Disziplin.

Wohin mit dem Rest?

Nicht alle aussortierten Dinge sind reif für den Müll und können noch anderen Menschen eine Freude bereiten. Kleidungsspenden oder ausrangierte Möbel werden oft vom örtlichen Sozialkaufhaus angenommen. Auch eine Art der Wertschätzung für eine einst geliebte Herzensangelegenheit.

 

Anbei noch einige nützliche Links zur Konmari-Methode:

Socken falten https://www.youtube.com/watch?v=P9M-KGdaxjs

Konmarihomepage https://konmari.com/about/

https://www.brigitte.de/leben/wohnen/haushalt/aufraeumen-nach-der–konmari–methode-10835002.html

https://www.westwing.de/magazin/lifestyle/marie-kondo/

https://www.youtube.com/watch?v=Ptt9GxfGkVs

https://pure-blog.homeandliving.de/seven-easy-pieces/

https://www.businessladys.de/capsule-wardrobe-7-schritte/