12. Dezember 2017

„Texel ist mein Akku“

Sonnenuntergang Texel

Wer einmal auf Texel war, den lässt die Wattenmeerinsel nicht mehr los. Die Weite des Himmels, der Geruch nach Meer, die grünen Wiesen und Wälder, Texel bietet seinen Besuchern eine erstaunliche Vielfalt an. Und das bei jedem Wetter und in jeder Jahreszeit. Gäbe es diese Insel nicht, man müsste sie erfinden!

„Texel ist mein Akku“, sagte letztens eine Freundin von mir und ich konnte ihr nur recht geben. Denn schon ein kurzer Aufenthalt auf der größten Nordseeinsel der Niederlande reicht, um seine Energien wieder aufzuladen.

Schäfchenwolken, was könnte besser zu Texel passen? Auf Texel gibt es um die 14.000 Schafe. Ähnlich hoch ist die Einwohnerzahl. Aber die Texeler Schäfchen sind nicht nur in der Natur, sondern auch in den Städtchen zu finden. Der rote Leuchtturm im Norden von Texel ist das Wahrzeichen der Insel. Weg zum Strand Im Hafenort Oudeschild kann man auf Krabbenfang gehen. Sonnenuntergang am Strand Wald und Wiesen, auch das ist Texel Die Dünenlandschaft bietet sich für lange Spaziergänge an.

Aber woher kommt das? Liegt es an den endlosen Stränden, den entzückenden Orten, den Windmühlen? Oder daran, dass alles so nah beieinander liegt? In kürzester Zeit ist man von De Cocksdorp in Den Burg oder in De Koog. Man darf auf Texel Autofahren, aber wir sind schon kilometerweit gefahren, bevor man überhaupt einem anderen PKW begegnet.

Natürlich reicht zum Erkunden der Insel auch ein  Rad. Das ist nicht nur entspannend, sondern ermöglicht auch einen anderen Blick auf die reizvolle Natur. Und auch die Texeler Schäfchen scheuen nicht, wenn man mit dem Fahrrad in ihrer Nähe Halt macht.

Urig und gemütlich

Ganze sieben Städtchen gibt es auf der Nordseeinsel. Und es lohnt sich, jedes einzelne zu besuchen, beginnend mit dem größten Ort Den Burg, in dem die Häfte der rund 14.000 Texelaner leben. Im hübschen Ortskern lässt es sich gut shoppen, einen Kaffee in den zahlreichen Cafés trinken oder abends lecker essen gehen. Wie im „12 Balcken“ einer urigen Kneipe, in dem Gerichte mit Texelschem Lammfleisch, Satéspieße und Rippchen vom Lavagrill angeboten werden.

Das schmucke kleine Dörfchen De Cocksdorp in Norden der Insel liegt direkt hinter einem Deich. Man kann sich also noch vor dem Frühstück den frischen Nordseewind um die Nase wehen lassen und sich ordentlich Appetit holen. Wir waren im „Hotel het Anker“ zu Gast und fühlten uns dort pudel – nein, eher schäfchenwohl. Das charmante Haus mit nur acht Zimmern liegt an der kleinen Dorfstraße und nur wenige Minuten Fußweg vom Deich entfernt. Alleine wegen der Herzlichkeit der Inhaber und des hervorragenden Frühstücks würden wir immer wieder dort Station machen.

De Cocksdorp ist zwar klein, aber es gibt einen Supermarkt, hübsche Geschäfte und nicht zu vergessen den „Vishandel Lange Ben“ .Denn dort gibt es wohl die schmackhaftesten Pommes Frites aus frischen Kartoffeln und viele leckere Fischgerichte.

Rotes Wahrzeichen und schwarzer Likör

Und nicht zu vergessen, auch das Wahrzeichen der Insel – der rote Leuchtturm – ist in de Cocksdorp zu finden. 1863 wurde er erbaut, rund 153 Stufen muss man bewältigen, um die atemberaubende Aussicht über die Nordsee und die nahegelegene Insel Vliesland zu genießen. Danach lohnt sich ein Besuch im Restaurant De Robbenjager, das in unmittelbarer Nähe des Leuchtturms liegt. Der Apfelkuchen ist ein Gedicht und zu jedem Kaffee gibt es ein kleines Gläschen Kaffeelikör mit Sahne. Köstlich, da kann man auch schon mal vier Kaffee hintereinander trinken.

Auch die anderen Orte sind sehens-und liebenswert und typisch niederländisch. De Koog liegt direkt am Meer und ist von zwei Dünen umgeben. Es ist der einzige Ort, der mit einem lebhafteren Nachtleben aufwartet. Im kleinen Zentrum finden sich viele Shoppingmöglichkeiten und etliche Restaurants. Hier gibt es auch viele Möglichkeiten für Wassersportler.

Selbstverständlich darf man auch die zwölf Paals und ihre „Strandpaviljoens“ nicht vergessen, die am Strand von Texel zu finden sind. Hier kann man im Sommer Snacks und Getränke draußen genießen und in der kühleren Jahreszeit die oftmals guten Speisekarten durchprobieren.

Krabbenfang in Oudeschild

Oosterend mit seinem historischen Ortskern ist sicher eines der schönsten Dörfer auf Texel. Denn die  Häuser stammen teilweise noch aus dem 13. Jahrhundert und verleihen dem Ort ein außergewöhnliches Ambiente. Hier sollte man dem WIijnhuis einen Besuch abstatten, denn dieses bietet schmackhafte Insel-Liköre an.

Im Hafenort Oudeschild am Wattenmeer kann sogar selbst zum Krabbenfangen auf einem der zahlreichen Ausflugsschiffe „anheuern“. Und hinterher in den zahlreichen Fischrestaurants rund um den Hafen vor Anker gehen und sich von den Spezialitäten überraschen lassen. Aber auch auf die Hand geht, denn auch der  Imbiss „Oude Vismarkt“ wartet mit frischen Fischgerichten auf.

Natürlich dürfen in unserer Aufzählung auch nicht Den Hoorn und De Waal fehlen. Bekannt ist das idyllische Den Hoorn durch seine weiße Kirche. Doch diese sieht nicht nur schön aus. Da sie von weither sichtbar ist, wird sie immer noch als Leuchtzeichen für die Schifffahrt genutzt. Außerdem finden viele Kultur-Events in Den Hoorn statt. Das Dörfchen De Waal ist niedlich und winzig klein und bietet sich für Wanderungen in der Polderlandschaft mit ihren vielen Vogelarten an.

Und wie kommt nach Texel?  Haben Sie Amsterdam erreicht, dauert es noch rund eine Stunde Autofahrt und Sie sind am Hafen Den Helder angekommen. Mit der Teso-Fähre dauert es gut 20 Minuten und Sie sind – begleitet von zahlreichen hungrigen Möwen – in Texel angekommen. Wir haben die Überfahrt vorher bereits mit einem e-Ticket gebucht, was sehr praktisch ist, weil man dann kürzere Wartezeiten an der Fähre hat. Die Buchung ist sehr einfach, weil man sie direkt  auf der Webseite von Teso vornehmen kann. Und dann heißt es einfach nur noch: Schönen Urlaub auf Texel!

 

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